KBoM – kleine Zwischenbilanz

Seit der Veröffentlichung des Medienpädagogischen Manifests der Initiative “Keine Bildung ohne Medien!” im März des Jahres 2009 wurde viel erreicht: Politik und Öffentlichkeit konnten für die Forderungen der Initiative sensibilisiert werden, die Initiative hat zu einer besseren Vernetzung medienpädagogischer Institutionen und Initiativen beigetragen und einzelne Forderungen wurden in Erklärungen und landesspezifischen Maßnahmen zur Förderung der Medienbildung aufgegriffen und umgesetzt. Anbei eine Zusammenstellung über verschiedene Institutionen, Gremien und Organisationen, die im Verlauf der letzten zwei Jahre insbesondere das Anliegen einer medienpädagogischen Grundbildung  im Bereich pädagogischer Fachkräfte aufgriffen. Es handelt sich bei der Zusammenstellung um eine Auswahl (kein Anspruch auf Vollständigkeit).

Es kommt jetzt darauf an, im Dialog mit der Fachöffentlichkeit und der Politik weiter für die Umsetzung unserer Vorschläge und Forderungen einzutreten. Was zählt, sind konkrete Maßnahmen und Schritte zu einer breitenwirksamen und nachhaltigen Verankerung von Medienbildung und Medienkompetenzförderung in allen Bildungsbereichen! Diskussions- und Vorschlagsmöglichkeiten auf ministeriellen Plattformen und in Konferenzräumen reichen nicht aus – es muss sich etwas bewegen!

KBoM ruft dazu auf, in möglichst vielen Bundesländern einen “Runden Tisch Medienbildung” zu etablieren. Hierüber können Formen des kontinuierlichen Austauschs und der Vernetzung zwischen allen Akteuren der Medienbildung geschaffen werden (siehe aktuell den Vorschlag für einen Runden Tisch Medienbildung in Baden-Württemberg). Politische Top-Down-Strategien gehören der Vergangenheit an. Wer das zivilgesellschaftliche Engagement fördern möchte, der kann nicht nur auf die „großen Player“ setzen und medienpädagogische Initiativen an den “Katzentischen” platzieren.  Medienpädagogische Initiativen, Gruppen und Einrichtungen sind voll in Beratungsstrukturen einzubeziehen. Es geht darum, soviel Beteiligung und Transparenz wie möglich zu schaffen. Fortschritte in der breitenwirksamen Förderung von Medienbildung und Medienkompetenz sind auf Dauer nur zu erreichen, wenn alle Akteure einbezogen werden und wenn über allgemeine Deklarationen in Wahl- und Regierungsprogrammen hinaus sukzessive konkrete Fortschritte erreicht werden, die überprüfbar sind.

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Wahlprüfsteine zu den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen

und Schleswig-Holstein

Die Initiative “Keine Bildung und Medien!” und die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK) haben den zu den Landtagswahlen im Mai 2012 in NRW und Schleswig-Holstein antretenden Parteien Wahlprüfsteine zur Förderung von Medienkompetenz und Medienbildung vorgelegt.

Reaktionen von politischen Parteien:

Fraktion DIE LINKE im Schleswig-Holsteinischen Landtag

SPD-Landesverband Schleswig-Holstein

Bündnis 90/DIE GRÜNEN Landesverband Schleswig-Holstein

Südschleswigscher Wählerverband (SSW)

Piratenpartei Landesverband NRW

FDP Landesverband NRW

CDU Landesverband NRW

DIE LINKE. Landesverband NRW

Bündnis 90/DIE GRÜNEN Landesverband NRW

SPD Landesverband NRW

 

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Medienbildung in der Schule – Beschluss der

Kultusministerkonferenz vom 8. März 2012

Die KMK verabschiedete am 8. März 2012 ein Grundsatzpapier zur Medienbildung in der Schule. Das Dokument enthält verschiedene Empfehlungen, die auf eine nachhaltige Verankerung der Medienbildung an Schulen abzielen. An mehreren Stellen wurden Vorschläge aufgegriffen, die in letzter Zeit in der Fachdiskussion eine wichtige Rolle spielten. So wird z.B. im Teil über Lehrerbildung festgehalten, dass “Medienbildung sowohl in den Bildungswissenschaften als auch in der fachbezogenen Lehrerausbildung der ersten und zweiten Phase in den Prüfungsordnungen ausreichend und verbindlich zu verankern” ist. Im Teil zu den Lehr- und Bildungsplänen an Schulen wird eher zurückhaltend formuliert: “Wünschenswert wären die Aktualisierung und Akzentuierung der Medienbildung in den einzelnen Fächern und die Formulierung eigener fächerübergreifender Kriterien zur Medienbildung”. Eine Aussage zu Mindeststandards der Medienbildung fehlt. Die Initiative KBoM begrüßt es, dass die KMK inhaltlich auf Vorschläge aus der Fachdiskussion eingegangen ist und regt an, das Dokument in nächster Zeit zu diskutieren und zu kommentieren.

 


Ergebnisbroschüre zum Medienpädagogischen Kongress 2011

Zusammenfassende Darstellung der wichtigsten bildungspolitischen Forderungen und Vorschläge zu ihrer Umsetzung (PDF)

Infos zum Erstellungsprozess und zum Adressatenkreis der Ergebnisbroschüre finden sich auf mixxt (News)

 


 

Ergebnisse des Treffens der Initiative Keine Bildung ohne Medien!

17.11.2011, Nürnberg

 

An dem Treffen nahmen 35 Kolleginnen und Kollegen teil, die in verschiedenen Einrichtungen und Organisationen aktiv sind. Wichtigstes Ergebnis: Die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ (KBoM) wird fortgeführt. KBoM hat bislang sehr erfolgreich gearbeitet und steht für eine breitenwirksame und nachhaltige Förderung von Medienbildung und Medienkompetenz. Die im Oktober veröffentlichte Ergebnisbroschüre zum Berliner Kongress 2011 wird als wichtige inhaltliche Grundlage für die weitere Arbeit betrachtet.

Die ErstunterzeichnerInnen des Medienpädagogischen Manifests haben sich zu einer Lenkungsruppe zusammengeschlossen und möchten der Verantwortung gerecht werden, KBoM eine kontinuierliche Struktur zu geben. Die Lenkungsgruppe soll über alle anstehenden Fragen beraten und entscheiden, die vor allem die Arbeitsteilung/-schwerpunkte, die Einrichtung einer Geschäftsstelle, Finanzierungsfragen, die Wahl der SprecherInnen betreffen. Die Lenkungsgruppe wird sich demnächst konstituieren. Prof. Dr. Horst Niesyto wurde gebeten, bis zur Konstituierung der Lenkungsgruppe die Sprechertätigkeit für KBoM weiter wahrzunehmen.

Die auf dem Treffen der Initiative anwesenden Kolleginnen und Kollegen beschlossen mit großer Mehrheit, dass jährlich ein Plenum der Initiative stattfinden soll. Auf diesem Plenum sollen inhaltliche Fragen zur Entwicklung von KBoM als eine wichtige Grundlage für die Arbeit der Lenkungsgruppe diskutiert werden. Außerdem wurde beschlossen, dass das Plenum der Initiative zwei VertreterInnen wählt, die jeweils für ein Jahr ebenfalls Mitglied der Lenkungsgruppe sind. Für das nächste Jahr wurden für diese Funktion Ilka Goetz (BITS 21, Berlin) und Dr. Jochen Hettinger (Landesmedienzentrum Baden-Württemberg) gewählt.

Das Plenum der Initiative sammelte zahlreiche Vorschläge zur inhaltlichen Ausgestaltung der künftigen Arbeit von KBoM. Diese sollen von der neu einzurichtenden Lenkungsgruppe mit dem Ziel weiter beraten werden, sich für 2012 auf ein Arbeitsprogramm für KBoM zu verständigen. Künftig soll der Schwerpunkt auf Kampagnen liegen. Alle interessierten KollegInnen sind eingeladen, aktiv an der Umsetzung in Verknüpfung mit ihren jeweiligen Arbeitsschwerpunkten mitzuwirken.

Es soll möglichst bald eine breite Spendenkampagne geben, um über Mittel für die weitere Grundfinanzierung von KBoM zu verfügen. Des Weiteren sind alle Organisationen, die die inhaltlichen Anliegen von KBoM unterstützen, aufgerufen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Initiative personell und finanziell zu unterstützen.

Das Protokoll zum Treffen der Initiative ist auf der mixxt-Plattform von KBoM zugänglich.

 

 


 

Medienpädagogischer Kongress 2011:

Keine Bildung ohne Medien!

 

Medienpädagogischer Kongress 2011 - Keine Bildung ohne Medien

Am 24. und 25. März 2011 trafen sich über 400 Fachleute aus Bildung und Wissenschaft an der TU Berlin zum Kongress „Keine Bildung ohne Medien!“. Die Beratungen kamen zu einem einheitlichen Ergebnis: Es bedarf erheblich größerer Anstrengungen in allen Bildungsbereichen, um die Förderung von Medienkompetenz und Medienbildung in Deutschland breitenwirksam und nachhaltig voranzubringen. Notwendig ist jetzt bei der Politik ein Mut für Entscheidungen, die über die bisherigen Projektförderungen deutlich hinausgehen.

Die Ergebnisse des Kongresses sind auf der Kongress-Seite dokumentiert. Die Seite enthält auch eine Foto-Dokumentation und eine Videodokumentation (alle Plenumsteile). Im Herbst 2011 ist eine Broschüre mit den wichtigsten Ergebnissen erschienen. Diese Broschüre wendet sich vor allem an Entscheidungsträger in Politik, Bildungsadministration, Wissenschaft und anderen Bereichen.

 


 

Berichterstattung & Dokumentation

Pressemitteilung zum Medienpädagogischen Kongress (27.03.2011)

Deutschlandradio Kultur – “Pädagogen brauchen Medien-Wissen” (24.03.2011)

Deutschlandfunk – “Medienpädagogische Grundbildung von Lehrkräften verstärken” (18.04.2011)

ARD - “Medienkompetenz an Schulen – Ein Computerraum reicht nicht” (01.04.2011)

mehr…

 


 

 

 Egebnisse der Online-Umfrage schülerVZ – Medien in der Schule       Resolution des Vorstandes der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur für eine Aussetzung des aktuellen Novellierungsprozesses des JMStV         mediaculture online: Interview Prof. Dr. Horst Niesyto        Videostatements zum Medienp

 

Report Main, ARD - Interview mit Prof. Dr. Horst Niesyto        Jenseits des Palavers - Ein Plädoyer für eine bewusste Erziehung und Bildung mit Medien (Dagmar Hoffmann/Bernward Hoffmann)        ARD - Medienpädagoge Horst Niesyto im Interview: "Viele halten Fotos und Videos für die Wirklichkeit"        Report Main, ARD - Interview mit Prof. Dr. Horst Niesyto

 


 

Medienpädagogisches Manifest – Unterschriftaktion erfolgreich beendet

Zentrale medienpädagogische Einrichtungen in Deutschland veröffentlichten im März 2009 das „Medienpädagogische Manifest Keine Bildung ohne Medien!“ Sie fordern darin eine dauerhafte und nachhaltige Verankerung der Medienpädagogik in allen Bildungsbereichen.

Insgesamt unterzeichneten über 1350 Personen und Einrichtungen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen das Manifest. Die Unterschriftenaktion wurde am 15. März 2011 beendet.

Die Initiative Keine Bildung ohne Medien! bedankt sich für die Unterstützung und Verbreitung des Manifests!

 

Prof. Dr. Horst Niesyto, Sprecher der Initiative Keine Bildung ohne Medien

Prof. Dr. Horst Niesyto
(Sprecher der Initiative)


 

Mitveranstalter Medienpädagogischer Kongress 2011:

 

Technische Universität Berlin Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Prof. Dr. Angela Ittel
Institut für Erziehungswissenschaft,
Fachgebiet Pädagogische Psychologie
Prof. Dr. Horst Niesyto
Institut für Erziehungswissenschaft,
Abteilung Medienpädagogik 

 

Koordinationsgruppe: DGfE, GMK, Hans-Bredow-Institut, JFF, DG PuK. Gefördert von: LFK, lfm

DGfE - Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, Sektion Medienpädagogik GMK - Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg LFK - Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg LfM - Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen JFF - Institut für Medienpädagogik DG PuK, Fachgruppe Medienpädagogik

Medienpädagogisches Manifest lesen

Initiative No Education Without Media! - Manifesto on Media Education

Videostatements zum Medienpädagogischen Manifest

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Diskussion auf mixxt - Mögliche Perspektiven der Initiative Keine Bildung ohne Medien

Initernationale Initiativen

Situation in den Bundesländern

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